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unilever protest

Lebensmittel-Riese Unilever mitverantwortlich für Naturzerstörung, Vertreibung und Klimawandel !

Der britisch-niederländische Konzern Unilever ist weltweit einer der größten Verbraucher von Palmöl. Für Margarine und Fertigprodukte wie z.B. Tütensuppen kauft der Konzern nach eigenen Angaben jedes Jahr 4 Prozent der weltweiten Produktion. Ein wichtiger Palmöl-Lieferant von Unilever ist der Palmölgigant Wilmar International. Dadurch ist Unilever mitverantwortlich für die skandalösen Zustände bei Wilmar. Dieser Konzern tritt die Landrechte der lokalen Bevölkerung mit Füßen, wurde von Umweltorganisationen bei der Brandrodung erwischt und verfolgt in Indonesien einen aggressiven Expansionskurs auf Kosten der verbliebenen Naturflächen und Wälder. Solche Marktentwicklungen entstehen, weil die großen Akteure den Markt monopolisieren, was wir in unserem Artikel ausführlicher dargelegt habenъ

Letzter Beitrag

- Marktmonopol

recherche sara-ann und peter

Robin Wood Recherche

Oktober 2011 war ein Rechercheteam von ROBIN WOOD nach Indonesien gereist, um sich selbst ein Bild der Lage zu machen und fand die Vorwürfe gegen Wilmar bestätigt. „Wir haben die zerstörten Häuser gesehen und mit verängstigten und verletzten Menschen gesprochen, die ihr Zuhause verloren haben“, erzählt Sara-Ann Lampmann von ROBIN WOOD. Der Unilever-Konzern kennt die Fakten genau, zieht jedoch keinerlei Konsequenzen. Vielmehr gibt er sich als „nachhaltiger“ Konzern, der mit zertifiziertem Palmöl handele. Der Konzern aber schweigt darüber, dass die Kriterien für das von der Industrie dominierte RSPO-Siegel so lasch sind, dass selbst Konzerne wie Wilmar – trotz Landkonflikten und Tropenwaldzerstörung – dort Mitglied sein und sich „grün“ waschen können. „Unilever gibt in Gesprächen zu, dass ihr Palmöl nicht nachhaltig ist. Den Konsumenten aber wird auf der Website versprochen, Unilever verwende zertifiziertes Palmöl. Das ist verlogen, und das werden wir ihnen solange aufs Butterbrot schmieren, bis sie auf Palmöl aus Raubbau verzichten“, sagt Peter Gerhardt, ROBIN WOOD-Tropenwaldreferent.

frau mit kind

Sungai Beruang

Am 10. August 2011 ist es zu schweren Menschenrechtsverletzungen beim Palmöl-Produzenten Wilmar gekommen. Wilmar beliefert u.a. Unilever für seine Markenprodukte wie Rama-Margarine. Sicherheitskräfte von Wilmar und die Elite-Polizeieinheit Brimob zerstörten mit Waffengewalt und schweren Maschinen das Dorf Sungai Beruang im indonesischen Sumatra.

Zu ersten Auseinandersetzungen war es gekommen, nachdem Wilmar-Sicherheitskräfte einen Dorfbewohner festgesetzt hatten, weil der Palmölfrüchte verkaufen wollte, die Wilmar für sich beansprucht. Zwei Tage später verwüsteten Sicherheitskräfte der Wilmar-Tochter „Asiatic Persada“ zusammen mit der gefürchteten indonesischen Polizeibrigade Brimob das Dorf. Brimob schoss auch mit scharfer Munition auf Menschen.